FLB / SLV Lohnumfrage 2008

Auswertung und Kommentar

Die Lohnumfrage der Berufsverbände FLB und SLV hat 2008 zwei grundlegende Änderungen erfahren. Erstmals erfolgte die Erfassung nicht mehr auf schriftlichem Weg, sondern mit einem Online-Formular auf der Website des FLB. Um eine verbesserte Vergleichbarkeit der Lohndaten zu erreichen, wurde auch erstmals das Jahreseinkommen nach dem Lohnausweis erfasst. Somit sollte gewährleistet sein, dass alle Teilnehmer der anonymen Umfrage die gleiche Basis verwenden und nicht verschiedene Prämien und Lohngeschenke in die statistische Auswertung einfliessen.


D. Möckli, B. Vogt

Da die Auswertung auf einer eher kleinen Datenbasis beruht, ist nur eine grobe Einschätzung der Löhne möglich. Trotzdem sollte für den Leser/die Leserin eine Standortbestimmung möglich sein, ob er oder sie gerecht entlöhnt wird. Dies natürlich immer innerhalb einer leistungsabhängigen Schwankungsbreite. Dies ist der Kerngedanke der FLB/SLV-Lohnumfrage.
Wie immer müssen wir darauf hinweisen, dass Löhne regional sehr unterschiedlich ausfallen können, genauso wie dies für die Lebenshaltungskosten (Wohnungsmieten, Krankenkassenprämien, Steuern etc.) zutrifft. Die Daten werden in erster Linie in Abhängigkeit des Lebensalters differenziert ausgewiesen. Wir möchten allen Teilnehmern, die sich Zeit nahmen und sich an der Lohnumfrage beteiligten, herzlich danken. Sie ermöglichen damit ihren Berufskolleg(inn)en einen Lohnvergleich.
Erfasst wurde das Jahreseinkommen gemäss Lohnausweis (Ziffer 1), ohne Gehaltsnebenleistungen oder andere, unregelmässige Leistungen. Es wurden Altersgruppen von 5 Jahrgängen gebildet. Für die Nordwestschweiz, Zürich und die Ostschweiz konnten regionale Auswertungen vorgenommen werden. Bei den übrigen Regionen standen uns zu wenig Daten zur Verfügung. Erstmals konnten wir die Kategorie der Ausbildner und Ausbildnerinnen separat auswerten, da uns genügend Daten zur Verfügung standen. Arbeitnehmer(innen), die Lehrlinge ausbilden, werden besser entlöhnt, als Arbeitnehmer(innen) ohne spezielle Funktion. Sie sind lohnmässig aber nicht der Funktionsstufe der Cheflaborant(innen) zuzuweisen. Somit drängte sich eine eigene Kategorie für Ausbildner(innen) auf.
Insgesamt sind 214 Antworten eingegangen, davon 110 von Laborant(inn)en, der Rest von Cheflaborant(inn)en, Ausbildner(innen) und Laborleitern. Sie wurden gemäss diesen Funktionsstufen separat ausgewertet. Wir haben auf die Auswertung von Daten der Laborleiter verzichtet, da uns zuwenig verlässliche Werte zur Verfügung standen. Wir verweisen auf die Lohnstatistik des Schweizerischen Verbandes diplomierter Chemiker FH (SVC).

Arbeitszeitstatistik

Die Lohnumfrage 2008 weist für das Laborpersonal eine mittlere Arbeitszeit von 40,6 Stunden/Woche aus. 2005 betrug die mittlere Arbeitszeitstatistik noch 41,1 Stunden/Woche.
Die Anzahl der Ferientage pro Jahr beträgt durchschnittlich 23,9 Tage/Jahr gegenüber 24,2 in 2005.

HFP-Diplom

Bei den Cheflaborant(inn)en beträgt der Anteil von Absolventen der Höheren Fachprüfung schweizweit 54 % und bei den Ausbildnern 71 %. Bei den Laborleiter(inn)en sind dies immerhin 29 % (ungesicherter Wert). 

 
  © 2008, Fachverband Laborberufe FLB